Kompetenz im Schwimmsport

Schwimmen - Wasserball - Breitensport

 

 

Chronik des SV Brambauer 50 e.V.  aus dem Jahr 2000

GRUSSWORT



Darauf sind wir stolz!

Wenn unser Verein, der Schwimmverein Brambauer,
in diesem Jahr auf 50 Jahre Bestehen zurückblickt, so kann er unter dem Strich eine positive Bilanz ziehen. Aus kleinen Anfängen hat er sich zu einem großen Sportverein im Stadtteil Brambauer entwickelt.

Bis heute ist der Schwimmverein seinem Ziel treu geblieben, den Breitensport zu fördern, ohne den Leistungssport zu vernachlässigen. Im Mittelpunkt stand immer eine herausragende Jugendarbeit. Die vielen sportlichen Erfolge in den vergangenen 50 Jahren ließen den Schwimmverein Brambauer weit über die Grenzen unserer Stadt Lünen bekannt werden.

Der Dank dafür gebührt allen Verantwortlichen, die es verstanden haben, den Mitgliedern und Freunden im Schwimmverein Brambauer eine Heimat zu geben.

Und diese Verantwortlichen sind die freiwilligen Mitarbeiter, die ehrenamtlich und auch freudig Woche für Woche ihren Dienst am Beckenrand, in der Turnhalle oder am Wettkampfort leisten. Nicht oft genug kann der Dank für diese Mitglieder ausgesprochen werden.

Einen weiteren Dank gebe ich gern weiter an die Repräsentanten, die in dieser Chronik ein Grußwort übermittelt haben, und den Weg des Schwimmvereins Brambauer in den vergangenen Jahren freundlich und positiv begleitet haben.

Andreas Mildner
1. Vorsitzender
des Schwimmvereins Brambauer




Wasser hat keine Balken. Wie tragfähig Wasser dennoch sein kann, wenn sich ein starker Verein findet, dem das nasse Element Grundlage für ein engagiertes Vereinsleben im sportlichen und geselligen Bereich ist, dafür steht beispielgebend der Schwimmverein Brambauer.

Um die Verdienste des Vereins und das Gemeinschaftsleben in unserer Stadt zu würdigen, gibt es vielfache Gründe. In diesem Jahr besteht hierzu besonderer Anlass.

Ein runder Geburtstag darf gefeiert werden: 50 Jahre Schwimmverein Brambauer!
Die Stadt Lünen nimmt freudig Anteil an diesem stolzen Jubiläum. Im Namen des Rates - wie auch persönlich - gratuliere ich sehr herzlich.

Der SVB 50 ist eine feste Institution im Sportangebot im größten Lüner Stadtteil. Über 600 Mitgliedern wird alles geboten, was einen mit professioneller Hingabe geführten Verein auszeichnet. Der Talentförderung im sportlichen Leistungsbereich steht das hohe Engagement im Breitensport zur Seite. Das Angebot reicht vom Unterricht für die ersten Züge der Kleinsten mit anschließendem Komplettprogramm in der Jugendarbeit sowie die Chance zum Gesundheits- und Fitnesstraining bis zu speziellen Angeboten für den Seniorenbereich.
 
Zentrum der geselligen Aktivitäten ist das Vereinsheim in Nachbarschaft des Freibades Brambauer, der Wettkampfstätte der Leistungsschwimmer und Wasserballer. Als echtem Aktivposten des Fördervereins ist dem Schwimmverein und seinen Aktiven für den ehrenamtlichen Einsatz bei der Unterhaltung und dem Betrieb des Freibades besonderer Dank und Anerkennung auszusprechen. Die Jubiläumsfeier am 26. August 2000 wird Gelegenheit bieten, auf eine überaus interessante Vereinsgeschichte mit vielen sportlichen Höhepunkten zurückzublicken. Weitere Highlights des Wettkampfsports im Freibad Brambauer verspricht das Programm im Jubiläumsjahr. Drei Wasserballturniere, zwei davon mit internationaler Beteiligung, sowie dem Vergleichskampf der Schnellsten auf der Bahn um den Lippepokal darf mit Spannung und in Erwartung neuer sportlicher Glanzleistungen entgegengesehen werden.

Ich wünsche dem SVB 50 zu seinem Jubiläum eine gute Zukunft mit vielen weiteren Erfolgen im Wettkampfbereich und in der Vereinsarbeit. Unser gemeinsamer Dank gilt allen, die sich in Funktion oder als freiwillige Helfer und Helferinnen in den Dienst der Vereinsgemeinschaft gestellt haben. Sie leisten damit einen unersetzlichen Beitrag für die Menschen im Ortsteil und unserer Stadt.

Herzliche Grüße und die besten Wünsche für eine gelungene Jubiläumsfeier und alle Aktionen zum runden Geburtstag.

Hans Wilhelm Stodollick
Bürgermeister der Stadt Lünen

 


Der Schwimmverein Brambauer von 1950 feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Dazu gratuliere ich im Namen des Präsidiums des Schwimmverbandes Nordrhein-Westfalen ganz herzlich.

50 Jahre Vereinsgeschichte sind Höhen und Tiefen innerhalb eines Vereins, die Welt - bzw. deutsche Geschichte widerspiegeln. 50 Jahre Verein bedeutet aber auch Tradition und damit Verpflichtung. Immer wieder haben sich verantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verein zusammengefunden, um die Ideale des Vereins hervorzuheben und damit gleichzeitig den Gründern des Vereins zu danken, indem sie ihr Werk fortsetzten.

Der Schwimmverein Brambauer von 1950 gehört zu den Vereinen in unserem Verband, der sich durch vielfältige Aktivitäten besonders verdient gemacht hat. Im Jubiläumsjahr unseres Verbandes hat er zusammen mit den anderen Schwimmvereinen Lünens die Ausrichtung des Jubiläums des damaligen Westdeutschen Schwimmverbandes übernommen und überaus erfolgreich durchgeführt. Dies zeigt deutlich auf, dass sich der Verein über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus für den Schwimmsport engagiert.

Viele haben dazu beigetragen, dass der Verein heute seine fünfzigjährige Geschichte schreibt. Ich möchte daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken, die in dieser Zeit selbstlos für andere tätig waren. Das ist verdienstvolles Ehrenamt!

Für die Zukunft wünsche ich dem Jubilarverein ein Fortsetzen seiner erfolgreichen Arbeit.

Manfred Peppekus
Präsident des Schwimmverbandes
Nordrhein-Westfalen


Herzlichen Glückwunsch!

Wenn der Schwimmverein Brambauer in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert und diese Festschrift dazu herausgegeben hat, so ist es für mich eine besondere Freude, dazu herzlich zu gratulieren. Die Südwestfalen mit ihren 150 Schwimmvereinen im Regierungsbezirk Arnsberg sind schon eine besondere Sorte Sportler. Und dazu zählen auch die Damen und Herren vom Schwimmverein Brambauer. Ich weiß, dass sie mit besonderem Engagement nicht nur für ihren SV Brambauer von 1950 tätig sind, sondern auch durch ihren Einsatz den Bürgerinnen und Bürgern das Freibad erhalten. Und wenn darüber hinaus im Jubiläumsjahr nicht nur sportliche Wettkämpfe, sondern auch noch die Ausrichtung einer Wasserball- Europameisterschaft ansteht, so erfordert dies besondere Anerkennung.

Der Dank gebührt ganz besonders all den ehrenamtlichen und freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Tag für Tag und Woche für Woche - und wir können jetzt hier auch sagen Jahr für Jahr - sich für die großen und kleinen Schwimmer und Wasserballer einsetzen.

Der Unterzeichner selbst hat als Jugendlicher und Erwachsener in Brambauer geschwommen und Wasserball gespielt. Wir hätten uns vor 40 Jahren ein Clubhaus gewünscht, wie es heute für den SV Brambauer selbstverständlich ist. Und dennoch: Man sollte nichts als selbstverständlich hinnehmen. Alles muss im Sportverein erarbeitet werden.

Ich wünsche dem Club auch für die nächsten Jahrzehnte Weitblick, freiwillige Mitarbeiter und viele Vereinsmitglieder.

Ein herzliches Gut-Nass
Klaus Henter
Vorsitzender Schwimm-Verband Südwestfalen

 


Liebe Freunde des Schwimmsports,

der SV Brambauer wird 50 Jahre alt. Es ist ein stolzes Jubiläum, bedenkt man, unter welch schwierigen Bedingungen die Gründung und auch die späteren Jahre bewältigt wurden.

Es sind nicht nur die großen sportlichen Erfolge und die vorbildliche Jugendarbeit, die den SV Brambauer auszeichnen, nein, es ist vor allem auch die Idee der Gemeinschaft, die hier seit Jahrzehnten gepflegt wird.

Ein Verein ist nicht nur die Summe seiner Mitglieder und seiner Erfolge. Ein Verein ist ein sozialer Verband, der seinen Mitgliedern und auch ihren Familien ein Stück Geborgenheit und Heimat gibt. Wenn man so einer Gruppe die Grundlage, nämlich das Freibad, entzöge, würde man unserem Ortsteil einen wichtigen Teil seiner sozialen Existenz nehmen. Weil dies nicht geschehen wird, so bin ich (so sind wir) sicher, werden wir dem Freibad (in knapp 40 Jahren) und dem SV Brambauer (in 50 Jahren) zu einem 100-jährigen Jubiläum gratulieren können.

Joachim Bioly
1. Vorsitzender
Förderverein Freibad Brambauer


Sehr geehrte Sportsfreunde!

50 Jahre Schwimmverein Brambauer, das sind auch 50 Jahre enge Verbundenheit mit Lünens westlichem Stadtteil. Viele Mitbürger sind in diesen fünf Jahrzehnten bis heute mit dem SVB verbunden und haben schöne, erfolgreiche, sportliche und gesellschaftliche Stunden verlebt, die sie nie vergessen werden.

Zum goldenen Jubiläum gratuliert der Stadtsportverband Lünen, der in diesem Jahr ebenfalls 50 Jahre besteht, recht herzlich und bedankt sich für das immense sportliche, soziale und ehrenamtliche Engagement für alle Altersgruppen.

Der Blick zurück ist schön, Hoffnung prägt die Zukunft. Dass sich die Ziele des SV Brambauer 50 auch in den nächsten 50 Jahren erreichen lassen, das wünsche ich dem Verein zum Geburtstag.

Ihr Rolf Möller
1. Vorsitzender
des Stadtsportverbandes Lünen 1950 e.V.



50 JAHRE Schwimmverein Brambauer, das sind 50 Jahre sportliche Erfolge und gesellschaftliches Engagement!

Viele Erfolge im Schwimmsport, aber auch im Wasserball gab es in den vergangenen Jahren. Hierdurch hat sich der Schwimmverein Brambauer als feste Größe im Lüner Sport etabliert. Aber nicht nur in Lünen, sondern auch darüber hinaus, hat sich der Verein einen guten Namen gemacht. Vorbildliche Arbeit im Breitensport und in der Jugendarbeit prägen einen weiteren großen Teil des Vereinslebens. Seit Bestehen des Vereins werden immer wieder erfolgreiche Talente ausgebildet. Besonders die Förderung der Jugendlichen und der damit verbundene Einsatz im Jugendbereich verdienen unseren Dank und unsere Anerkennung!

Seinem Engagement im gesellschaftlichen Miteinander hier bei uns in Brambauer wurde der Verein in den letzten Jahrzehnten auf vielfältige Weise gerecht. So übernahm der Verein im Jahre 1996 viele Teilaufgaben im Freibad Brambauer, um gemeinsam mit dem Förderverein sowie der Brambauer Bevölkerung die drohende Schließung des Freibades zu verhindern!

Im Namen aller Vereine und Verbände der Gemeinschaft Brambauer Vereine, aber auch persönlich, gratuliere ich dem Schwimmverein Brambauer zu seinem 50-jährigen Bestehen ganz herzlich.

Ich wünsche dem Verein, dem Vorstand und allen Mitgliedern eine gute Zukunft und weiterhin alles Gute!

Es grüßt Sie herzlich
Martin Fleischmann
Vorsitzender
 


Freibad Lünen-Brambauer


Ein Blick zurück

- 50 Jahre Vereinsleben -

Anlass zurückzublicken,
Bilanz zu ziehen und ein einen Ausblick wagen.




Zwei Zeitzeugen stehen im Jubiläumsjahr noch als Mitarbeiter zur Verfügung: Günter Wohlgemuth und Günter Dickmann. Sie kennen die Gründer aus eigener Erinnerung, wissen Details. Und es gibt Protokollbücher, dickleibige Hefte mit Berichten und viele Presseartikel. Vorhanden sind Urkunden, Exemplare von Vereinsnachrichten, dazu eine ganze Flut von Fotos.
Wir können nicht alle Namen, Fakten und Einzelheiten festhalten. Anregungen und kritische Hinweise sind gefragt.

Die Gründung fand am 19. Juni 1950 statt. Heinz Böckmann, der bereits über Vereinserfahrung verfügte, hatte zur Gründungsversammlung in das Lokal Vogt- Mühlenberg (später Lübke) an der Waltroper Straße / Wittekindstraße eingeladen. Den 22 Teilnehmern erläuterte er mit viel Pathos:

„Die gesundheitlichen Vorzüge des Schwimmens liegen in der hautreinigenden und abhärtenden Wirkung, der Kräftigung und Lebendigerhaltung der kleinen Hautmuskeln, der gesundheitlichen und kräftigenden Wirkung auf die Entwicklung von Herz und Lunge und der dauernden Stärkung des Nervensystems“.

Den Frauen machte der Gründungsvater des Vereins Mut zum Schwimmsport:

„Schwimmen sollte vor allen Dingen die bevorzugte Domäne des weiblichen Geschlechts sein, denn es ist wohl der einzige Sport, der bis ins hohe Alter hinein den Körper geschmeidig, frisch und jung erhält."

Da gab es keinen Widerspruch – überzeugend auch der Hinweis, dass im sportfreudigen Ort von der Größe Brambauers (20 000 Einwohner) ein Schwimmverein fehle. Die Gründung wurde beschlossen, das Lokal zum Domizil bestimmt und der Name festgelegt: „Schwimmverein Brambauer“. Die Mitgliedschaft im Westdeutschen Schwimmverband und den Anschluss bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft legten die Gründer ebenfalls fest. Nach elf Tagen erschienen zur konstituierenden Mitgliederversammlung am 30. Juni 1950 im Lokal Mühlenberg 36 Mitglieder und Interessenten. Nach der Satzungsfestlegung wurde der erste Vorstand gewählt.
 
 1. Vorsitzender:
Heinz Böckmann
 2. Vorsitzender:
Theodor Schmidt
 Schriftführer:
Helmut Krebs
 Kassierer:
Hubert Straberg
 1. Schwimmwart:
Konrad Hummel
 2. Schwimmwart:
Erwin Auschrat
 Jugendwart:
Günter Köritzer
 Frauenwartin:
Irmgard Korte


















Der junge Verein legte sofort los:
In monatlichen Versammlungen und Vorstandssitzungen gab es lange Diskussionen, denn ein Arbeitsplan, der Haushaltsplan, die Vereinsfarben, die Aufnahmegebühr, Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen, Trainingszeiten, Eintritt zum Freibad, Eigenveranstaltungen waren u.a. festzulegen und es galt, neue Mitglieder zu begeistern.


Unser Freibad

Der Ort für den Sport - die „Badeanstalt“
- ist in Brambauer die übliche
Bezeichnung für das Freibad.
Das 1938 aus den ehemaligen Karpfenteichen des Bauernhofes Overthun
mit vielen Helfern der Vereine und Schulen angelegte Bad ist bis heute
die Basis für unsere Arbeit.


Ein Wasserballspiel am 16. Juni 1957 vor großer Kulisse im heimischen Freibad


Die Aktivitäten konzentrieren sich hier. Nicht zufällig ist das Vereinsheim
seit April 1988 nur einen Steinwurf von den Liegewiesen entfernt.
Auch die Kleinschwimmhalle (ab 1975) liegt nebenan am Karrenbusch.
Dort gibt es auch eine Turnhalle.

Nach dem Kriegsende 1945 blieb das Becken leer - ab 1951 gab es die Umstellung auf Sole aus den Achenbach-Grubenbetrieben. Schwimmsport und technische Notwendigkeiten führten zu reger Bautätigkeit:


 1953:
Umkleidekabinen, Terrasse, Turm und Wohnung 
 1955:
Aufteilung der Becken (Mittelsteg) und
Aufgabe der Sole wegen technischer Probleme
(das Bad blieb geschlossen) 
 1975:
Einbau der finnischen Rinne und Beheizung des
Schwimmbeckens
 1976:
Finnische Rinne für den Nichtschwimmerbereich
und Anschluss an die Beheizung 
 1988:
Einbau der automatischen Kassenanlage 


Sport, Spiel und Spaß

Beim SVB ging es immer „rund“:
Ob Jugend oder Erwachsene - von Beginn an gibt es interessante Angebote. Die Jugend war von Anfang an aktiv und erhielt viele Hilfen. Die Schwimmsportler
beteiligten sich an Wettkämpfen und schon 1950 gab es Wasserballspiele. Erste Erfolge beflügelten die Sportler. Wasserballturniere und auch eine Weihnachtsfeier gehören zur Tradition. Die Tagesausflüge, Fahrten (Pfingsten) für die Jugend und der „Karneval der Wasserratten“ festigten die Sportlerfamilie. Die Teilnahme an Stadtmeisterschaften, Beteiligung mit
Jugend- und Erwachsenenstaffeln an den Mai-Staffelläufen der Gewerkschaften - auch darüber gibt es Protokollnotizen und Presseberichte ebenso wie zahlreiche Fotos.

 
Das älteste Sportfoto aus dem Jahr 1953 stellte uns Horst Dittmar zur Verfügung. Im Brambauer Freibad stehen im August 1953 die jungen Schwimmer auf den Blöcken und warten auf den Start

Die ehrenamtliche Arbeit hat den Verein entstehen lassen, half über Krisen (Anfang der fünfziger Jahre) hinweg und ist bis heute für die erfolgreiche Arbeit entscheidend. Viele Dutzend Vorstandsmitglieder, Betreuer und Helfer haben in fünf Jahrzehnten mitgemacht   - ihnen gebührt besonderer Dank.

 

Protokollnotizen und Presseberichte ebenso wie zahlreiche Fotos. Die ehrenamtliche Arbeit hat den Verein entstehen lassen, half über Krisen (Anfang der fünfziger Jahre) hinweg und ist bis heute für die erfolgreiche Arbeit entscheidend. Viele Dutzend Vorstandsmitglieder, Betreuer und Helfer haben in fünf Jahrzehnten mitgemacht - ihnen gebührt besonderer Dank.

 

Erste Erfolge

Sportliche Erfolge ließen nicht lange auf sich warten:

Im Jahre 1957 tauchten zum ersten Male zwei Schwimmer in den Reihen unseres Vereins auf, die auf Bezirksebene von sich reden machten: Ursula Bitsch und Paul Tolksdorf. 

Beide konnten sich bei den Prüfungswettkämpfen
in Hagen platzieren, Paul Tolksdorf belegte mit 1:13,2 Min. über 100 m Freistil den 1. Platz. Ursula Bitsch erschwamm über 200 m Brust
den 2. Platz und über 100 m Brust den 4. Platz. In dieser Zeit wurden die Farben des Vereins durch folgende Schwimmer vertreten:

Damen: Bitsch, Bracht, Durek und Steffen
Herren: Bergmann, Dickmann, Eickler, Gürtler, Inkmann
            I und II, Tolksdorf, Wessollek und Will.


Die erfolgreiche Wasserballmannschaft der 50er Jahre
von links: Dickmann, Parche, Eickler, Inkmann, Tolksdorf, Kunz, Will 


Den größten sportlichen Auftrieb erlebte in dieser Zeit bereits die Wasserballmannschaft. Fast alle Spiele konnten damals gewonnen werden. Selbst eine Vertretung aus Bremen musste sich unserer Wasserballsieben geschlagen geben. 1958 wurde der Stadtmeisterschaftspokal zum 3. Male hintereinander gewonnen und ging somit in den Besitz des Vereins über.
Folgende Spieler traten an: Baumann, Auschrat, Dickmann,
Kunz, Parche, Will, Eickler.
Die überragenden Spieler dieser Zeit: Der unvergessene
Stürmer Günter Dickmann sowie der damalige
Torwart Richard Baumann.

Stadtmeistertitel im Schwimmen 1958 erreichten:

100 m Brust Herren: Tolksdorf

200 m Brust Herren: Tolksdorf

100 m Freistil Damen: Bitsch

Ursula Bitsch wurde bei den Stadtmeisterschaften 3-fache Titelträgerin.

Nachwuchskräfte wie Gürtler, Becker, Menningmann,
Säcker und Bergmann machten ebenfalls von sich reden.

Der dominierende Schwimmer jener Zeit bei allen Klubwettkämpfen war Paul Tolksdorf. Seine beste Leistung brachte er bei den Südwestfalen-Meisterschaften in Hagen 1960. Über 200 m Brust Herren belegte er in 2:51,5 Min. den 3. Platz und bot nach der Punktwertung der DMMS des Deutschen Schwimmverbandes die viertbeste Leistung bei dieser Meisterschaft überhaupt.


Ihren bisher größten Erfolg errang die Wasserballmannschaft des SV Brambauer bei der Wasserball-Winterrunde 1959/ 60 des Bezirks Südwestfalen. Mit den Spielern Baumann, Dickmann, Parche, Becker, Eickler, Tolksdorf, Gürtler und Menningmann wurde ungeschlagen hinter Iserlohn 95 der zweite Platz belegt. Eine Sensation gelang der Wasserballsieben im Hammer Stadion. Der SVB schlug die Bezirksligasieben des SC Rote Erde Hamm mit 6:5. Hamm trat mit den Altinternationalen Frank und Molitor an.
In den ersten 10 Jahren haben die Vorstandsmitglieder des öfteren gewechselt. Nach dieser Zeit hatte sich ein aktiver, fester Stamm um den 1. Vorsitzenden Herbert Lemke gebildet. Dem alten Haudegen der Gründerjahre waren jüngere Leute gefolgt, die ihre Arbeit nicht minder ernst nahmen. Der neu gewählte Vorstand des Jahres 1961 bewährte sich und wurde in den folgenden Jahren bestätigt.

Die sportlichen Leistungen des Vereins wurden 1961 mit dem Aufstieg der Wasserballmannschaft zur Landesliga gekrönt. Zum ersten Mal stellte die Stadt Lünen in ihrer Schwimmsportgeschichte somit eine Landesligamannschaft im Wasserball. Nach zwei erfolgreichen Saisonabschnitten 1962/63 fällt der Verbandstag des WSV unter Vorsitz des DSV Wasserballwartes Dr. RuIf den Entschluss, dass der SV Brambauer als vierter Landesligist in die II. Division aufsteigt. Der größte Erfolg war perfekt. Auf der anschließenden Aufstiegsfeier gab sich die Prominenz des Westdeutschen Schwimmverbandes und der Stadt Lünen ein Stelldichein.


Die Schwimmsportler

Bemerkenswert ist ein großer schwimmsportlicher Erfolg unserer Herta Dickmann. Bei den Westdeutschen Schwimm- und Springmeisterschaften am 18. und 19. Juli 1964 in Paderborn errang sie über 50 m Rücken (Senioren Kl. 3) den 1. Platz in 0:51‚6 Min. Eine besondere Leistung in unserer
Vereinsgeschichte. Zu den herausragenden Schwimmerinnen jener Zeit zählten Jutta Witt, Rita Wohlgemuth und Karin Konwalinka.

Bei den Stadtmeisterschaften 1967 trug die verstärkte Jugendarbeit des SVB ihre ersten Früchte:

 

Stadtmeister:

 
 Liane Gutsch: 50 m Brust Mädchen 
 Udo Langer: 50 m Brust Herren
 Rainer Overhage: 100 m Rücken Herren
 Klaus Demuth: 100 m Brust männl. Jugend
 Friedhelm Kruse: 100 m Freistil Herren
 Rainer Overhage: 200 m Rücken Herren
 Friedhelm Kruse: 200 m Freistil Herren

Eine so überlegene Stadtmeisterschaft hatte es bisher für den SVB noch nicht gegeben.


Die Wasserballer „Spitze“

Nach Verpflichtung eines Wasserballtrainers vom Bundesligisten SV Kamen 91 im Jahre 1968 und der

Rückkehr des Spielers Paul Tolksdorf in unsere Reihen wurde die Wasserballmeisterschaft der Saison 1969 in der II. Division erkämpft. Mit Ausnahme eines Auswärtsspieles konnte die Mannschaft alle Spiele gewinnen. Bei der Aufstiegsrunde zur Oberliga West in Krefeld-Uerdingen wurde ein Entscheidungsspiel zwischen dem SV Brambauer und dem SV Bocholt notwendig, welches die Bocholter für sich entscheiden konnten. Der 2. Platz im Aufstiegsturnier bedeutete zugleich: 2. Westfalenmeister im Wasserball.


  Vize-Westfalenmeister 1969 stehend von links:
Overhage, Becker, Neuhäuser, Baumann,
Konze, Tolksdorf, vorne von links: Albert, Gürtler, Bieler


Dieser Erfolg ist als bisher größter in der Vereinsgeschichte
des Schwimmvereins Brambauer zu bezeichnen. Die Mannschaft: R. Baumann, R. Overhage, P. Tolksdorf, G. Neuhäuser, W. Konze, W. Bieler, K. Gürtler, F. Becker und F. Albert.

Dieses Team blieb bis weit in die 70er Jahre zusammen und konnte weitere Erfolge verbuchen.

Den Vorsitz im SV Brambauer hatte mittlerweile Richard Baumann übernommen. Unter ihm wurden

viele internationale Turniere in Brambauer veranstaltet und man besuchte einige im Ausland, wie beispielsweise das des dänischen Meisters Odense. Viele Freundschaften wurden damals geschlossen, die zum Teil bis heute Bestand haben und damit auch dem Verein zugute kamen.

 
Die erfolgreiche Mannschaft in den 70er Jahren stehend von links:
Overhage, Bieler, Becker, Baumann, Eickler, Bergsma und Kruse,
davor von links: Gürtler, Konze und Neuhäuser



Der Wasserballnachwuchs dominiert


Die Schwimmabteilung konnte in dieser Zeit leider nicht so glänzen, zumal im Jugendwasserball unter

Trainer Rainer Overhage erstaunliche Erfolge verbucht werden konnten. Nach der Bezirksmeisterschaft 1972 schaffte die Jugendmannschaft nach dem Aufstieg in die Westdeutsche B-Liga 1976 sogar den Aufstieg in die A-Liga des WSV, der höchsten deutschen Jugendklasse. Zu dieser Mannschaft gehörten damals: Uwe Welner, Klaus Wlotzka, Lothar Pferdekämper, Armin Hunke, Martin Frische, Uwe Dickmann, Peter Schwarz, Joachim Giersberg und Andreas Mildner.


Die 1. Mannschaft musste leider im Jahr 1976 aus der Verbandsliga absteigen. Mit der Jugendmannschaft hatte man einen guten Unterbau, der nach einer gewissen Zeit sicher an die sportlichen Erfolge anknüpfen konnte.


Auch im Schwimmen geht es aufwärts


Armin Hunke stellte 1976 über 100 m Freistil in 0:59,5 Min. einen neuen Vereinsrekord auf, und mit Helga Pötter machte eine sehr gute Schwimmerin auf sich aufmerksam.


Westdeutsche Seniorenmeisterschaften am 8./9. Juli 1995 in Cappenberg,
3. Platz über 4x50 m Freistil von links: Uwe Dickmann,
Oliver Neuhäuser, Heiko Buxel, Heiko Fricke 


Dazu kamen noch einige junge Schwimmerinnen wie Sabine Dongard, Conni Dittert, Heike Aufdemkamp und Bettina Stief. Unter dem damaligen Vorsitzenden Klaus Gürtler wurde mit der Person von Jochen Kraas ein kompetenter Schwimmtrainer verpflichtet. Dieser hervorragende Schwimmer, er gehörte dem erweiterten Olympiakader von 1972 an, bemühte sich intensiv um die Nachwuchsarbeit im Schwimmverein Brambauer. Eine kleine, aber äußerst erfolgreiche Mannschaft wurde gebildet. Die Leistungsträger waren:
Heiko Fricke, Oliver und Dirk Unger, sowie Manuela Kruth. Später kamen noch Oliver Neuhäuser, Stefan Kruse, Olaf Seemann und Thorsten Adler hinzu. Höhepunkt dieser Zeit war sicher die Teilnahme von Heiko Fricke an den deutschen Jahrgangsmeisterschaften 1980 in Hannover über seine Spezialstrecken 100 und 200 m Freistil. Dieses Schwimmteam kann man wirklich als eines der besten bezeichnen, das der SV Brambauer je gehabt hat. Natürlich wollten die älteren Schwimmer hier nicht zurückstehen. Westdeutscher Vizemeister über 4x50 m Lagen wurde in Wattenscheid die Formation Paul Tolksdorf, Friedhelm Kruse, Rainer Overhage und Jochen Kraas. Paul Tolksdorf setzte noch einen drauf und wurde Westdeutscher Meister über 50 m Brust in der Zeit von 0:35,1 min. Die Schwimmabteilung veranstaltete in diesen Jahren das sehr beliebte Brambauer Volksschwimmen.



Westdeutscher Vizemeister 1980, 4x50 m Lagen, AK I


Auf und Ab in der Meisterschaft

Die Wasserballmannschaft des SV Brambauer konnte im Jahre 1978 mit Nachwuchsleuten in die Verbandsliga aufsteigen. Unter dem sehr erfolgreichen Trainer Klaus Gürtler spielten: Giersberg, Wlotzka, Mildner, Welner, Dickmann, Frische, Carsten und Ralf Gröning, Gimpel, Hunke und Sachs. Fünf Jahre spielte diese Mannschaft immer um den Aufstieg mit. Im Jahre 1983 war es dann soweit. Der SV Brambauer hatte sich mit Udo Kath gezielt verstärkt und schaffte unter dem neuen Trainer Heino Seifert den Aufstieg in die Oberliga.


Aufstieg 1983 in die Oberliga
stehend von links: Trainer Heino Seiffert, Andreas Degenhardt, Armin Hunke, Uwe Dickmann,
Uwe Welner, Klaus Wlotzka, Ralf Gröning, Udo Kath, 1. Vorsitzender Gustav Neuhäuser
davor von links: Dirk Frische, Volker Gimpel, Michael Degenhardt, Carsten Gröning, Andreas Mildner


Im Jahre 1987 musste die Wasserballmannschaft den Abstieg in die Südwestfalenliga in Kauf nehmen. Gleichzeitig gründete Heiko Buxel eine neue CJugend-Mannschaft. In den nachfolgenden Jahren entwickelte sich der SV Brambauer zu einer Macht im Wasserballjugendbereich im Bezirk Südwestfalen und im Westdeutschen Schwimmverband. Zahlreiche Meistertitel in den einzelnen Jugendklassen des Bezirks Südwestfalen konnten errungen werden. Teilnahmen an den Zwischen- und Endturnieren auf westdeutscher Ebene zählten ebenso dazu. Höhepunkt dieser Entwicklung im Jugendbereich war der 7. Platz in der Endabrechnung zur Deutschen Meisterschaft der B-Jugend. Unter dem Trainer Uwe Dickmann errangen folgende Spieler diesen in der Geschichte des SV Brambauer einmaligen Erfolg: Mario Haase, Björn Allegro, Dennis Adler, Christian Ritter, Björn Emmerich, Jens Blomenkemper, Dennis Kulschewski, Marco Lang, Kevin Freyth, Marc Keller, Michael Krautstrung, Roland Gebauer, Maik Korziak, Christian Kleine-Hanebeck. Ein Teil dieser talentierten Jugendlichen wird einige Jahre später den Stamm einer erfolgreichen Seniorenmannschaft bilden.